Donnerstag, 29. Oktober 2015

PR-Star Denis Cuspert schwer verletzt

 

Die Gerüchte um die "Galionsfigur" deutscher IS-Kämpfer, scheinen sich halbwegs zu bewahrheiten. Der bekannte Jihadist, Denis Cuspert, soll nach Informationen von "Erasmus Monitor" bei einem Luftangriff schwer verletzt worden sein. Wie Rechercheure des Blogs in Erfahrung bringen konnten, kann der Tod des 40-Jährigen entgegen anders lautender Medienberichte derzeit nicht "bestätigt" werden.

Bereits vor rund zwei Wochen hatte es Gerüchte (Erasmus Monitor berichtete am 18.10.2015) um den Gesundheitszustand des gebürtigen Berliners gegeben. Aktivisten der syrischen Opposition hatten aus der inoffiziellen IS-Hauptstadt Raqqa von einem Luftangriff nahe der syrischen Stadt Tabqa berichtet. Dort seien die Gerüchte auch unter Kämpfern weit verbreitet gewesen. "Offizielle" Bestätigungen durch den IS mittels Bildern oder Videos waren jedoch bis heute ausgeblieben. Stattdessen kursierte ein angeblich neues Foto des Jihadisten, das ihn in guter körperlicher Verfassung zeigt.

Vor zwei Tagen wiederholten in Raqqa lebende Bürgerjournalisten von "Raqqa is Being Slaughtered Silently" ihre Meldungen. Ihnen zufolge war der Tod Cusperts diesmal kein Gerücht mehr, sondern eine Tatsache. Demnach hätten am 16.10.2015 Kampfjets der USA ein Auto auf der Hauptstraße M4 in Richtung Raqqa unter Beschuss genommen. Sowohl Cuspert, als auch der ranghohe IS-Beamte Abu Othman al-Liby, seien dabei getötet worden.

Laut CNN sollen mittlerweile auch US-Geheimdienste den Tod des Deutschen bestätigt haben (29.10.2015).

In den vergangenen Tagen dementierten mehrere IS-Anhänger die aktuellen Berichte gegenüber "Erasmus Monitor". Aus Cusperts unmittelbaren Umfeld war aber heute zu erfahren, dass dieser bei dem Angriff schwerste Verletzungen davon getragen habe. Er liege im Koma. Sein aktueller Gesundheitszustand ist aber nicht bekannt.

Bereits 2013 war "Abu Talha al-Almani", wie sich der Ex-Rapper nennt, bei einem syrischen Luftangriff lebensgefährlich verletzt worden, hatte sich in der Folge jedoch in einem türkischen Krankenhaus wieder erholt.