Montag, 18. Mai 2015

Frankfurter "Bilal-Gruppe": Auf der Suche nach der wahren Glückseligkeit


Frankfurt am Main gilt neben Städten wie Hamburg und Berlin als Hochburg des deutschen Salafismus. Stadtteile wie Sossenheim, Bockenheim und Gallus sind in Sicherheitskreisen zu Synonymen des deutschen Djihad-Tourismus geworden. Dutzende junge Männer und Frauen von hier reisten nach Syrien, um sich Terrorgruppen wie dem Islamischen Staat (IS) und Jabhat al Nusra anzuschließen. Großen Einfluss auf diese Entwicklung dürfte ein junger Deutsch-Kurde gehabt haben.

Der geborene Anführer

Er trifft sich regelmäßig mit dem „Who's Who“ der deutschen Salafisten-Szene. Mittlerweile ist der Frankfurter Bilal Gümüs im Kreise von Predigern wie Pierre Vogel, Ibrahim Abou Nagie und Sven Lau kaum mehr weg zu denken. Der Deutsche aus kurdischem Elternhaus hat es innerhalb von wenigen Jahren geschafft, zum „Manager“ des größten islamistischen Netzwerks in Deutschland aufzusteigen. In Videos von „Die Wahre Religion“ tritt der 26-jährige regelmäßig als „Botschafter“ und Propagandist der vom Verfassungsschutz beobachteten „Lies!“-Aktion in Erscheinung.

Von links: Said el-Emrani, Bilal Gümüs, Pierre Vogel, Sven Lau
Gümüs würde man im boulevardesken Sinne als ein "Alphatier" bezeichnen. Aufgewachsen im Frankfurter Stadtteil Sossenheim, gilt er bereits in seiner Jugendgang als geborener Anführer. Er ist forsch und selbstbewusst. Gegenüber seinen Freunden und Kollegen verhält er sich wie ein großer Bruder. Das war früher so und ist auch heute seine entscheidende Stärke, die er geschickt für seine Interessen einzusetzen weiß.

Doch harmlos ist Gümüs deswegen noch lange nicht. Im Alter von 19 Jahren wird er wegen versuchten Totschlags und mehreren Raubüberfällen zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Auch viele seiner Freunde wandern hinter Gitter. Erst im Gefängnis entschließt er sich zu einem radikalen Wandel in seinem Leben. Er wird gläubiger Muslim, lässt sich einen Bart wachsen und nimmt wie zum Eigenbeweis rapide an Gewicht ab.

Nach seiner Entlassung wird Gümüs durch den Palästinenser Ibrahim Abou Nagie systematisch zum Aushängeschild eines „geläuterten Muslims“ aufgebaut. Als ehemaliger Krimineller und Vertreter eines systematisch sozial benachteiligten Milieus aus einem der Frankfurter „Problemviertel“ soll er dafür sorgen, dass noch mehr Leute seinem Beispiel folgen und sich der sektenähnlichen Gruppierung der Salafisten anschließen.

Mit zunehmenden Rekrutierungserfolg im Rahmen der Koranverteilungsaktion „Lies!“, erhält Gümüs von Abou Nagie und den Predigern des 2012 verbotenen Netzwerks „DawaFFM“ immer mehr eigene Verantwortungsbereiche. Er managt nicht nur die Produktion hunderttausender Koran-Neudrucke, sondern fungiert fortan als „Teamleiter“ der „Lies!“-Rekruten im Rhein-Main-Gebiet. Gümüs' Erfolg lässt sich mittlerweile auch empirisch beobachten. Denn die sog. „Bilal-Gruppe“ aus Frankfurt hat in den letzten drei Jahren eine regelrechte Ausreisewelle militanter Islamisten nach Syrien erlebt. 

Im Visier der Sicherheitsbehörden

Einer von ihnen ist der 16-jährige Enes Ü. aus dem Stadtteil Bockenheim. Als Teenager schließt er sich der Gruppe von Gümüs' an und beteiligt sich an zahlreichen Aktionen der „Lies!“-Bewegung. 2014 entscheidet er sich nach Syrien zu gehen und schließt sich dort den Kämpfern des IS an. Nur wenige Wochen nach seiner Ankunft wird er von syrischen Soldaten erschossen. Ein anderer, der Deutsch-Kosovar Kreshnik B., der ebenfalls bei Gümüs als Koranverteiler aktiv gewesen sein soll, wird Ende 2014 wegen Mitgliedschaft einer terroristischen Vereinigung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Doch könnten die beiden nur Zufälle sein?  

Ein mit dem Sachverhalt vertrauter Ermittler des hessischen Landesamts für Verfassungsschutz berichtet „Erasmus Monitor“, dass Gümüs im Verdacht stehe, mit ausgefeilten Strategien junge Leute gezielt für den Djihad zu rekrutieren. Gemeinsam mit den einschlägig bekannten Predigern aus Frankfurt (Pierre Vogel, Abdellatif Rouali), Düsseldorf (Sven Lau), Bonn (Said el-Emrani, Brahim Belkaid), Köln (Ibrahim Abou Nagie) und dem Medienprofi Sabri Ben Abda sei der Deutsch-Kurde ein wichtiger Schlüssel bei der Radikalisierung von Neulingen.

Als ehemaliger Krimineller und Jugendlicher aus dem Prekariat ist Bilal einer von ihnen. Die Leute untereinander kennen sich teilweise schon eine längere Zeit. Das schafft zum einen Identifikation und zugleich Authentizität, was die Gruppendynamik mit allen Zwängen und Pflichten nur verstärkt.“, so der Mitarbeiter. Gümüs ermuntere mit den genannten Predigern die unsicheren Männer darin, ihr von Sünden vermeintlich beflecktes Leben durch den Dienst für Allah einzutauschen, um den verdienten Lohn – das Paradies – zu ernten.

Doch diese Ansicht erfährt auch deutlichen Widerspruch. Ein Insider aus der Frankfurter Salafisten-Szene, der selbst mehrere Jahre lang in der „Lies!“-Gruppe von Bilal Gümüs aktiv gewesen ist, hält den Einfluss des 26-jährigen auf die Entscheidungen seiner Schützlinge für begrenzt. „Ich persönlich denke, die Entscheidung für den Djihad ist nicht auf die „Lies!“-Kampagne zurückzuführen.“, so der junge Mann, der 2013 den Ausstieg aus der Gruppe geschafft hat. Der Entschluss für den Djihad sei in den „allermeisten Fällen“ eine persönliche Sache jedes Einzelnen.

Der Verfassungsschutz stellt diesem Argument gegenüber, dass das „Lies!“-Projekt häufig zur „Indoktrinierung und weiteren Radikalisierung der Betroffenen“ maßgeblich beitrage, auch wenn es viele unterschiedliche Wege hin zu einem militanten Salafismus gebe. Gümüs jedoch, so merkt das Amt an, unterhalte zahlreiche Kontakte zu ausgereisten Djihadisten. Allgemein schätzt der Bundesnachrichtendienst (BND), dass mittlerweile über 25 Prozent der rund tausend Syrien-Reisenden vorher am „Lies!“-Projekt beteiligt gewesen sein sollen.

Diejenigen, um die es vor allem geht – die Djihadisten aus der Gümüs-Gruppe -, wollen sich auf Fragen zu den genannten Vorwürfen nicht äußern. „Kein Kontakt zwischen uns und euch Kuffar“, so die Reaktion eines Frankfurters auf einen Kontaktversuch. Dennoch hat „Erasmus Monitor“ versucht, über einige Akteure mehr in Erfahrung zu bringen. Da ist zum Beispiel Riza Y., über den das Blog bereits berichtet hat.

Bis die schwarze Flagge über dem Bundestag weht“

Riza steht in einem dunklen Raum. Lichter aus mehreren Taschenlampen zucken über den
Betonboden und die weiß gefliesten Wände. Hinter ihm sind ein halbes Dutzend aufgeregte Männerstimmen zu hören, die über organisatorische Abläufe zu diskutieren scheinen. Riza hält eine Kamera in seiner Hand und macht mit ihr einen Schwenk in Richtung Boden. Dort an der Wand stehen dutzende Kartons und Behälter. Sie sind prall gefüllt mit Zigarettenstangen aus Armenien und Griechenland. Offenbar sind sie durch den IS von syrischen Schmugglern beschlagnahmt worden.

Beschlagnahmte Zigaretten
„As salam aleikum“, sagt Riza in das Mikrofon der Kamera, während er beginnt die meterlange Mauer von Schachteln entlang zu laufen. „Bei uns - in Dawlata Islamiya (IS) - gibt es keine teuflischen Zigaretten“, verkündet er mit stolzer und entschlossener Stimme. Tabak ist nach der strengen Auslegung des Korans genauso wie Alkohol verboten. Sie sind haram. Während unter der Herrschaft des IS Schmugglern der Tod droht, müssen ertappte Raucher Peitschenhiebe als Bestrafung fürchten.

Riza schickt die Videobotschaft später seinen Freunden auf Facebook. So will er zeigen, wie entschlossen er und seine Mitstreiter sind, die Scharia im Herrschaftsbereich des IS durchzusetzen. Es geht aber auch um Prahlerei. Nicht nur seine Freunde, sondern auch die Öffentlichkeit sollen sehen, wie cool und standhaft er die Lehren des Korans umzusetzen weiß. Denn der IS ist letztlich nur eine Fortsetzung eines inszenierten „Bad Boy“-Lebens, dass bei den Frankfurtern im Galluspark und auf der Toni-Sender-Straße in Sossenheim seinen Anfang genommen hat. Posierten sie früher noch mit Limousinen, Goldkettchen und Pistolen vor Kameras, gelten heute Kalaschnikows, Korane und eine außerordentliche Macht in ihren Händen als das Substrat eines lang gehegten Kindheitstraums.

Riza gilt für die Sicherheitsbehörden mittlerweile als potentieller Gefährder, dessen ideologisch-
extremistisches Gerüst so stark ausgeprägt ist, dass ihm Anschlagspläne auf deutsche Ziele zugetraut werden. Diese schwierige Einschätzung bestätigt Riza mit seinem Verhalten zunehmend selbst. Bilder im Internet legen nahe, dass der ehemalige Gallus-Bewohner an Menschenrechtsverletzungen beteiligt ist. So ist Riza auf einem Foto zu erkennen, wie er mit einer Kalaschnikow vor einem stählernen Käfig in der Innenstadt von Manbij im Norden der Provinz Aleppo posiert. Hinter den Gitterstäben stehen verängstigte Zivilisten, die von Anwohnern und IS-Kämpfern beäugt, verspottet und mit Stöcken malträtiert werden.

Sollte Riza jemals nach Deutschland zurückkehren, droht ihm als bereits Vorbestraften eine lange Haftstrafe. Das weiß er auch. „Für keinen Luxus dieser Welt werde ich nach Deutschland zurückkehren, in ein Land in dem schwule Bürgermeister werden können“, antwortet er auf Nachfrage von „Erasmus Monitor“. Es werde keinen weiteren Kontakt geben, „bis wir bei euch sind und die schwarze Flagge über dem Bundestag weht“, prophezeit er im charmanten Stil eines Mohamed Mahmouds. 

Doch die schweren Rückschläge des IS in Syrien und Irak scheinen auch Riza nachdenklicher gemacht zu haben. Man habe zwar Gebietsverluste im kurdischen Kobane und in der irakischen Stadt Tikrit hinnehmen müssen. Doch er betont auch, dass der IS dafür in anderen Teilen des Iraks und Syriens vorrücken würde. „Dieses Kalifat wird niemals zugrunde gehen!“, schwört er fest. 

Ahmed findet zur "Glückseligkeit"

Rizas Freund Ahmed T. reist Ende 2014 in einer dritten Welle von Frankfurtern nach Syrien. Wahrscheinlich hält er sich aktuell mit einigen von ihnen bei Riza in Manbij auf. Der gebürtige Deutsche mit tunesischen Eltern stammt wie sein Kumpel aus dem Gallusviertel. Seit 2013 stand er auf der Frankfurter Zeil und verteilte Korane. Bilal Gümüs achtet in dieser Zeit sehr auf den Jugendfreund, den er persönlich zu den Salafisten lotst. Auch erkennt er früh das propagandistische Potenzial in Ahmed, der im Gegensatz zu ihm das Gymnasium besucht, aber dennoch das Leben eines Kriminellen gelebt hat.

„Ich war ein Gymnasiast, der um sechs Uhr morgens von seinen Straftaten nach Hause kam und um acht Uhr auf der Schulbank saß“, erzählt Ahmed lachend in einem Video für „Die Wahre Religion“. Er habe dabei das Privileg gehabt „die Kehrseite der Medaille zu betrachten“: „Auf der einen Seite die bösen Jungs aus dem Ghetto und auf der anderen Seite die reichen Kiddies aus dem Waldorfviertel.“ Ahmeds Augen versteinern einen kurzen Moment: „Doch auch diese reichen Kinder und Jugendlichen waren trotz der Tatsache, dass sie Anwaltssöhne oder Ärztesöhne waren, nicht glücklich.“

Erst als er gesehen habe, dass zwei drogenabhängige Klassenkameraden von ihm durch die Frankfurter Salafisten aufgenommen und rechtgeleitet worden seien, habe er langsam zur "wahren Glückseligkeit" gefunden und mit seiner kriminellen Vergangenheit gebrochen. Durch viele Gespräche, das Lesen des Korans und das Anschauen von Videos auf der Plattform „Die wahre Religion“, sei er zum Glauben zurückgekehrt, so Ahmed.

Fortan übernimmt der Deutsch-Tunesier eine Art Leitungsposition unterhalb von seinem Freund Bilal. Er tritt in zahlreichen Videos auf und führt neue „Lies!“-Rekruten in die „Da'wa“-Arbeit ein. Gümüs und der Prediger Sven Lau sind hochzufrieden mit der Entwicklung von Ahmed. „Noch vor einem Jahr habe ich Da'wa mit ihm gemacht, habe ihm einen Koran und CDs zum Lesen gegeben“, erzählt Gümüs dem Düsseldorfer Lau vor der Kamera, während Ahmed mit Shahada-Mütze auf dem Kopf und leerem Gesichtsausdruck den beiden lauscht. „Ahmed war damals nicht bei klarem Verstand, subhanallah. Er hat einen Zopf gehabt und war an beiden Kopfseiten kahl rasiert, Sünder hoch zehn; und heute hat er bereits fünfzehn Menschen durch die Da'wa zum Islam gebracht.“ Sven Lau nickt begeistert. „Alluha Akhbar, durch die Gunst Allahs“.

Ahmeds Radikalisierung ist allein an seinem Äußeren im Zeitraffer nachzuvollziehen. Sein Bart wird dichter, seine Haare länger, auch seine Klamotten tragen immer häufiger die Symbole der zur Militanz neigenden Islamisten. Heute dient er in Nordsyrien mit seinen Frankfurter Freunden Riza und Mustafa als Soldaten des IS. Doch weitere ehemalige "Lies!"-Kollegen könnten sich bei ihnen aufhalten, wie das dritte Beispiel zeigt.

Sie ist jetzt in Syrien“

Das dritte Beispiel ist Duygu D., eine 25-jährige Frankfurterin. Am 21. März verschwindet sie spurlos aus der Stadt. Ihre Eltern und Freunde sind verzweifelt. Denn Duygu hat sich wahrscheinlich der Terrorgruppe IS angeschlossen.

Ihre Ausreise hat die junge Deutsch-Türkin minutiös geplant. Tage vor ihrem Verschwinden verschenkt sie all ihre Habseligkeiten. Selbst ihren geliebten Hund gibt sie weg an einen Freund. Sie brauche das nun alles nicht mehr, sagt sie. Den wirklichen Grund verschweigt sie. Am Frankfurter Bahnhof steigt sie in einen Reisebus und durchquert halb Europa. Sie fährt durch Österreich, Ungarn, Serbien, Rumänien, Bulgarien und Griechenland bis sie schließlich den Bosporus erreicht.

Am Istanbuler Flughafen „Atatürk“ steigt sie aus. Wenige Minuten später holt sie ein Taxi ab. Auf der Rückbank des Autos umarmt sie ein junger bullig gebauter Mann mit Vollbart. Es ist ihr Freund Selcuk G.. Er und Duygu kennen sich schon viele Jahre.

Selcuk, auch aus Frankfurt-Gallus, ist einer von zahlreichen ehemaligen „Lies!“-Aktivisten aus Bilal Gümüs' Umfeld, die sich dem IS angeschlossen haben. Seine Freundin will er mit ins Kalifat nehmen. Er und andere heiratswillige deutsche Männer in Syrien und Irak warten auf solche Frauen wie sie. Denn nicht nur der Kampf für den IS hat sie in den Djihad gelockt, sondern auch die Aussicht auf eine oder mehrere Bräute.

Doch ist Duygu tatsächlich eine dieser Frauen, die die Boulevardmedien als „Terrorbräute“ brandmarken? Vater Kazim D., ein Journalist aus Frankfurt, zweifelt daran. Von „Entführung“ spricht er über das Verschwinden seiner Tochter. Selcuk habe Duygu gezwungen mit nach Syrien zu kommen. Bei ihrem letzten Zusammentreffen sei sie glücklich und ausgeglichen gewesen. Sie habe ihn um Geld gefragt, um den Führerschein machen zu können. Doch wahrscheinlich ist dieses Geld für andere Zwecke bestimmt gewesen. 
 
Mutter Nevin S./vermisste Duygu
Als Selcuk und Duygu miteinander in Richtung Syrien davon fahren, schickt ersterer den Eltern seiner Freundin noch eine SMS. „Sie ist jetzt hier in Syrien“, teilt er ihnen mit. Doch diese fragen sich später ungläubig, was ihre Tochter in diesem Land zu schaffen hat, in dem ein fürchterlicher Bürgerkrieg tobt.

Kurze Zeit nach Duygus Verschwinden reist Mutter Nevin S. in die Türkei. Dort hat der Fall für einigen Wirbel gesorgt. Denn der Krieg in Syrien und Irak hat auch Tausende junge Türken in den Djihad gelockt. Die Medien interessieren sich für den Hilferuf von Duygus Eltern. Tränen überströmt wird Nevin S. am Atatürk Flughafen von Verwandten abgeholt. „Gib mir meine Tochter zurück“, schluchzt sie verzweifelt, während Kamerateams sie zu einem Auto begleiten. Doch ihre Tochter bleibt bis heute verschollen. 

Anmerkung: Der Beitrag wurde aufgrund inhaltlicher Fehler mehrmals überarbeitet. 
Nachtrag: Es gibt Kontroversen bezüglich der beiden Fotos von Selkuc G.. Islamisten von "Die Wahre Religion" behaupten in einer Stellungnahme, es handle sich um einen Mann aus Hagen. Wir sind uns aber sicher, dass es sich um Selcuk G. handelt.