Dienstag, 18. Juni 2013

Obama bleibt auf dem Boden



Während die westlichen Medien kaum mehr Luft bekommen, einen Militäreinsatz der USA in Syrien herbeizureden, äußert sich der US-Präsident Barack Obama wesentlich zurückhaltender.
Die Nachricht von letzter Woche, dass die USA den syrischen Aufständischen nun auch militärische Hilfe zukommen lassen werden, scheint offensichtlich und aus gutem Grund rein psychologischer Kriegsführung geschuldet zu sein. Obama sagte, dass eine Flugverbotszone über Syrien keine Option sei, da diese das syrische Problem nicht lösen würde. Zudem bestätigte er die seit Wochen umher geisternden CIA-Angaben, dass nur 10 % der syrischen Toten auf das Konto der syrischen Luftwaffe gingen. "90 Prozent der Toten werden durch Kämpfe am Boden verursacht.", so Obama. Somit erscheint eine Flugverbotszone völlig ineffizient und unsinnig zu sein.
Darüber hinaus erteilte er einem Bodeneinsatz amerikanischer Truppen auf syrischem Staatsgebiet eine Absage. Auch die Einrichtung eines "humanitären Korridors" zum Schutz der Bevölkerung schloss Obama aus, denn dies würde den Einsatz der Luftwaffe erfordern, die ungewollte Konsequenzen auslösen könnten.
Zudem müsste man Militärbasen auch in Damaskus angreifen, wobei es auch zivile Opfer geben würde, die Obama unter keinen Umständen zulassen möchte. 
Obama sagte auch, dass die Lieferung von wenigen Luftabwehr- oder Antipanzerwaffen die Lage der fast marginalisierten Rebellen nicht kitten könnten. Offenbar sind die Aufständischen militärisch erledigt.