Montag, 15. April 2019

"Die Schönheit im Leid erkennen"

Issa stürzte nach der Eroberung der syrischen Großstadt Aleppo in eine persönliche Krise. Der damals 22-jährige IT-Student war zuvor jahrelang in der Salafisten-Szene aktiv gewesen. Auch an die Ausreise in den Jihad nach Syrien hatte er damals gedacht. Am Ende zog er sich jedoch ganz zurück. Gegenüber „Erasmus Monitor“ schilderte er seinen Lebensweg.

Freitag, 1. März 2019

Frauen beim IS: "Ich ging aus Liebe"



"Liebe" gehört zu einem häufig genutzten Schlagwort von Jihadistinnen, wenn sie danach gefragt werden, warum sie sich Terrorgruppen in Syrien und im Irak angeschlossen haben. Doch das Wort birgt Gefahren. Es weckt Narrative, bei denen Frauen  mit stereotypen Charakteren, Rollen und Krankheitsbildern assoziiert werden. Ein großes Problem, wenn es um Fragen nach der eigenen Verantwortung geht.

Donnerstag, 31. Januar 2019

Im Rausch der Gefühle

Musik gilt als wichtiges Ausdrucksmittel menschlicher Gefühle. Sie verbindet Individuen und lässt Lebenswelten sprachlich und visuell erfahrbar machen. Das Internet bietet allen sozialen Gruppen die Chance diese Entwürfe kennenzulernen. Vor allem Musikvideos könnten der Prävention dabei helfen, auch diejenigen zu erreichen, die nicht an ihren vielfältigen Angeboten teilhaben können. Ein Plädoyer für die Macht der Musik im Kampf gegen Extremismus, Intoleranz und Menschenfeindlichkeit.

Mittwoch, 28. November 2018

Salafisten und ihre Kinder: Eine verlorene Generation?

Kinder stellen die wichtigste Rekrutierungsbasis der salafistischen Bewegung dar. Sie können von Geburt an systematisch auf ein Leben abseits der Mehrheitsgesellschaft getrimmt werden. Während die Öffentlichkeit vor allem die Gefahrenpotenziale von Kindern diskutiert, die in Syrien und im Irak nur wenige Jahre bei Terrororganisationen aufwuchsen, geraten all diejenigen in den Hintergrund, die hierzulande seit langer Zeit in ihren Familien indoktriniert werden. Somit wird übersehen, dass sich eine zweite Generation von Salafisten in Deutschland zu formieren scheint, die ideologisch gefestigter und umso entschlossener das Projekt ihrer Eltern fortführen könnte.

Mittwoch, 12. September 2018

Die Sänger des Jihads

Naschids spielen in der Salafismus- und Jihadismus-Szene eine wichtige Rolle. Sie wirken sich wie andere Musikgenres in bestimmten Milieus vor allem psychologisch auf die Hörer aus. In Syrien prägten Naschids den Alltag der Jihadisten. Auch deutsche Kämpfer schrieben und sangen solche Lieder.

Freitag, 24. August 2018

"Jenseits": Die fiktionalisierte Realität

Der Journalist Yassin Musharbash hat sich mit seinem Buch "Jenseits" dem komplexen Thema des Jihadismus aus unterschiedlichen Perspektiven angenähert. Es ist ein wichtiges Werk. Denn es zeigt, wie sich die deutsche Sicherheitsarchitektur durch den internationalen Terrorismus in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt hat.

Freitag, 17. August 2018

Kampf um Idlib: Die letzte Hochburg der Jihadisten

Im Norden Syriens halten sich nach wie vor Dutzende deutsche Jihadisten auf. Sie blieben aufgrund der Kämpfe gegen den "Islamischen Staat" (IS) weitgehend unbeachtet in der medialen Öffentlichkeit. Doch nun könnte sich die Situation ändern. Das syrische Regime bereitet offenbar eine Offensive zur Rückeroberung der Provinz Idlib vor. Viele Islamisten könnten zur Flucht gezwungen werden. Wohin werden sie gehen?

Freitag, 8. Juni 2018

Das Gesetz der Rache und die Spirale der Gewalt

Der Islamische Staat (IS) ist im Irak und in Syrien weitgehend militärisch besiegt. Tausende seiner Anhänger, ob Frauen, Männer und Kinder, gerieten in Gefangenschaft. Doch Menschenrechtsorganisationen und Journalisten entdeckten in den letzten Monaten zahlreiche Fälle von schweren Menschenrechtsverletzungen, die durch die Sieger verübt wurden. Ein großes Problem, wenn der Terror nicht zurückkehren soll.

Donnerstag, 24. Mai 2018

Silvio Koblitz: "Während ich um mein Leben fürchte"

Silvio Koblitz gehörte jahrelang zum prominenten Kreis der deutschen IS-Kämpfer. Er veröffentlichte für die Terrororganisation zahlreiche Anashids, Pamphlete und Videos, in denen er dem Westen mit Terror drohte. Doch im Jahr 2016 begann er die Methoden seiner eigenen Organisation in Frage zu stellen. Auch eine Inhaftierung änderte daran offenbar nichts. Seit Mitte 2017 galt er als verschollen.

Donnerstag, 17. Mai 2018

Das Leid der Eltern: "Wer hilft mir?"

Mehr als tausend Menschen haben sich in den vergangenen Jahren dem bewaffneten Jihad in Syrien angeschlossen. Familien, Verwandte und Freunde leiden unter den Verlustängsten und -erfahrungen. Nicht wenige entwickeln psychische Probleme. Professionelle Hilfe ist für sie nur schwer zu finden. Eine Lücke im System?